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Bundrein - die etwas andere Band
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Wolf
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Die ersten Tastenfolgen auf dem Klavier brachte
mir mein Grossvater bei. Dann folgte die erste
Gitarre unter dem Weihnachtsbaum, die fast grösser
war als ich. Das war der Anfang. Viele Jahre
spielte ich in einigen Bands, bis mich das Thema
Missbrauch mehr und mehr beschäftigte. Da ich
schon immer eigene Lieder geschrieben habe, wagte
ich mich an einen Text über Missbrauch.
Schnell
stellte ich jedoch fest, dass ich keine Ahnung
hatte, wie die Wirklichkeit aussieht. Bine, die Autorin der Kinderschreie, öffnete mir die Augen. Auf Foren treffen habe ich
dann weitere Erfahrungen sammeln können, was
Betroffene erlebt haben, was sie bewegt, wie sie
denken, was sie heute fühlen.
Durch Bine habe ich auch den
Kontakt zu Mo bekommen und dann ging alles langsam
los. |
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Mo:
Gedichte, Geschichten und andere Texte habe ich
eigentlich schon immer geschrieben. Als Kind und
Jugendliche habe ich schon meine Gedanken
aufgeschrieben. Oft packte ich in meine Texte
Botschaften, in denen es auch um Missbrauch ging.
In meinen Zeilen konnte ich das ausdrücken, was
ich mir wahrscheinlich nie gewagt hätte zu sagen.
Meine zweite Leidenschaft ist das Singen. Als ich
dann Bine kennen lernte, habe ich ihr mal zum
Geburtstag ein Lied ganz unprofessionell mit einem
Kindermikrofon aufgenommen. Dieses Lied gab sie
Wolf, der zu der Zeit einen näheren Bezug zum
Thema Missbrauch suchte.
Ich glaube dieses Lied war der wirkliche Anfang
von "Bundrein", ohne das wir es zu diesem
Zeitpunkt wussten. |
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Ja, als ich das Lied hörte, gefielen mir die Stimme und
ganz besonders der Ausdruck in der Stimme und so
entstand auch der erste Kontakt.
Als allererstes schickte mir Mo einen Text . . .
(es war
die "Wolkentreppe").
Als ich diesen Text in den Händen hielt, haute er mich
förmlich um. Mo wiederum war dann von der Melodie
begeistert, die ich zu diesem Text schrieb.
So hielten wir am Anfang eine sehr lange Zeit über das
Internet Kontakt.
Dann - viel später, begannen erste Gesangsaufnahmen und
wir arbeiteten immer intensiver zusammen. Wir stellten
schnell fest,
dass unsere
Vorstellungen von Text und Musik unheimlich
gut harmonieren. Kurz um, heute läuft vieles Hand in
Hand. Oft gebe ich eine Idee in den
Raum
und Mo setzt diese Idee dann textlich um. Danach
basteln wir gemeinsam textlich und musikalisch an
Strophen und Refrain,
oft haben wir schon
eine feste Vorstellung wie es werden
soll und die versuchen wir dann umzusetzen. |
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Wir reden viel vor und während den Aufnahmen. Wir ändern
und basteln so lange an den Texten, der Musik, oder am
Arrangement,
bis für uns der
Song stimmig ist, bis das Lied für uns
beide "passt". Die Ergebnisse könnt ihr in unseren
Songs
hören. Heute gibt es uns sehr viel,
wenn wir
zusammen sitzen, fachsimpeln, Musik machen,
erzählen, diskutieren
und dabei dann wieder mal richtig
lachen können. |
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Der Name Bundrein:
Bundreinheit ist die Intonität einer Gitarre. Wenn die
Bundstäbchen im Gitarrenhals richtig platziert
sind,
(und bei richtiger Einstellung der Mensur) sind die
Oktavtöne von einer Note immer identisch,
also rein.
Diese "Reinheit" möchten
wir im übertragenen Sinn an viele Menschen weiter geben,
vielleicht würde es bald keine Missbrauchsopfer mehr
geben. "Reinheit"
aber auch in Wort und
Gestaltung.
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Mit unseren Liedern möchten wir erreichen, dass die
Menschen aufmerksamer werden und hinsehen.
Wenn wir mit
unseren
Liedern nur einem
einzigen Kind helfen könnten, nicht dass erleben zu
müssen, was Missbrauchte erleben
mussten, währe
das der grösste Erfolg für uns.
So - und nun hoffen wir, das euch die weiteren Seiten
gefallen.
Wolf und Mo |
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